Wiener Wohnen
Grund genug für mich bei Wiener Wohnen einmal nachzufragen
(Telefon, 16.5.2007; den Namen lasse ich aus rechtlichen Gründen jetzt weg)…
Ein offizielles Statement über die Einstellung zu Parkour gibt es nicht; man müsste dann ja entweder ein Verbot aussprechen, das möchte man aber nicht, oder eine Erlaubnis, aber davon könnte eine Haftung abgeleitet werden.
Dementsprechend sieht man die Sache gelassen, im wesentlichen so wie es die (vernünftigen) Parkour-Websites auch raten:
Erstens muss man hoffen und sollte dazu sehen, dass möglichst nichts geschieht.
Zweitens ist darauf zu achten, dass man möglichst schonend mit dem Gelände umgeht und sich von Privatgrund fernhält bzw. auf Aufforderung weiter zieht (gerade in Gemeindebauten wo die Mieter in etwa den Status von Besitzern haben - es ist also streng genommen nicht Privatgrund, aber jemand der kein Mieter ist, hat eigentlich nicht wirklich die Berechtigung dort unterwegs zu sein).
Besonders schwierig ist die Situation etwa wenn Traceure auf Flachdächern unterwegs sind: Da ist zum einen die Chance gut, dass man sich auf Privatgrund begibt (Anmerkung von mir: manche Kindergärten etwa wären außerhalb der "Betriebszeit" vielleicht gute Spots, aber man würde es dann mit der Rathauswache - die ist in Wien für deren Sicherheit verantwortlich - zu Tun bekommen). Außerdem ist nicht gesagt, dass ein Flachdach eine Person aushält. (Im Wrba-Hof ist dies als Teil der Vorbereitung und Genehmigung der ORF-Dreharbeiten durch einen Statiker überprüft worden.)
Insgesamt klingt es jedenfalls sehr positiv. Nicht so als würden demnächst Verbotsschilder aufgestellt, sondern man würde zuerst durch die Gebietsbetreuung zwischen den verschiedenen Nutzern zu vermitteln suchen...

