Mar
12
2009
-

China lehrt nichts?

In den letzten Jahren wurde es essentiell, mehr über China zu wissen.

Auf vielerlei Art ist China im Aufstieg begriffen, aber Land und Leute sind immer noch fremd. Dementsprechend ist Chinesisch eine Sprache, die man seine Kinder ganz gerne lernen lassen würde, sind die Politik, Gesellschaft und Ökonomie des Landes ein wichtiges Thema in den Nachrichten und finden sich zahlreiche Publikationen über Chinas gegenwärtige und zukünftige Rolle, die Ökonomie und Wirtschaftspraxis des Landes. Blogs von Ausländern in China – so wie eben dieses – gibt es zur Genüge.

Betrachtet man aber, was so geschrieben wird, so ist ein Trend auffällig: China scheint, im besten Falle, faszinierend und attraktiv. Insbesondere wenn es darum geht, dass es das einzelne Land mit der potentiell grössten Zahl an Konsumenten wäre. Im schlechtesten Fall hingegen scheint China geradezu abstossend zu sein. Zu viel Müll, überall hin spuckende Leute, Verschmutzung.
So scheint es, als gäbe es viel über China zu wissen und noch mehr, das China lernen und beachten sollte.

Es scheint aber auch so, als gäbe es nichts, das die Welt von China lernen könnte.

Allem Anschein nach ist eine Art von evolutionistischem Denken immer noch von Wirkung. “Der Westen” ist an der Spitze und der Rest, will er Fortschritt, müsse selbstverständlich davon lernen. Anders herum aber gäbe es nichts was es wirklich wert wäre, gelernt zu werden, nur ein paar Kuriositäten die man ausprobieren könne:
Chinesische Antiquitäten? Sicher doch.
Chinesische Küche? Nun, solange sie an westliche Geschmäcker und Ideen davon, was gut und gesund ist, anpasst.
Chinesische Ideen von Gesellschaft, Leben, Nachhaltigkeit? Sie belieben wohl zu scherzen?!? Nun, nein.

Written by Gerald in: China-Artikel, von China lernen |

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